Alles, was schön, was gerecht und gut ist, braucht Zeit.

Diese Worte stammen von Dietrich Bonhoeffer. Ich fand sie auf einer Postkarte, die ich als Lesezeichen nutze.
Sie zeigt im Hintergrund eine grüne Wiese mit gelbem Löwenzahn, und einen kräftigen Baum im weißen Blütenkleid.
Da gehts hin, das kann ich schon jetzt deutlich fühlen.
Etwas Besonderes. Großes steht bevor. Ein Frühling der ganz eigenen Qualität. In gewisser Weise ist er schon da.
Noch etwas versteckt – da draußen unterm Schnee.
Als ich meinen Text „Vertraue, denn die Antworten sind da“ Anfang Februar schrieb, ahnte ich wenig vom Ausmaß der Wandelkraft der weißen Flocken, die hier bei uns in so reicher Menge kam, dass er uns alle auf Wesentlichste Lebensthemen heranführte.

Miteinander da durch gehen, Schnee schaufeln, teilen, wo etwas gebraucht wurde, vertrauen, langsamer und achtsamer unterwegs Sein. Fühlen, welche Ängste existenzieller Art so etwas auslöst.
Doch auch: Schlitten, Ski und Wintersachen hervorholen und einfach wie die Kinder raus in den Schnee!
Ganz klar wählen, wie das alles erlebt werden möchte.
Drama oder Vertrauen.

Was sagte Goethe? „Sobald der Schnee schmilzt, wird`s sich finden!“
Zunächst kam er, der Schnee. Bereits da nahm ich in mir und meinem Umfeld eine neue Qualität wahr.
Erste Antworten auf meine Fragen in Form von Möglichkeiten, Fügungen zeigten sich.
Noch nicht aktiv umsetzbar. Ja klar, denn der Schnee taut, aber sanft, langsam.

Die Natur macht es uns vor.
Das Neue kommt.
Doch immer schrittweise.
Hingabe und Geduld an diesen Schmelzprozeß sind nun dran.
Etwas funktioniert nicht?
Dann also einen Schritt langsamer.
Fühlen, ob es vielleicht auch einfach in seinem Tempo wegschmelzen möchte.
Oder aufruft, anders angesehen zu werden.

Langsam, ganz langsam werden die Schneeberge kleiner.


Die Schneemützen lösen sich nach und nach mit einem leisen „Plopp“.
Die langen Eiszapfen sind über Nacht verschwunden.
Die Erstarrung ist ins Fließen übergegangen.
Lassen wir es zu: frei fließende Veränderungen. Da jeder unnatürliche Widerstand auch im abfließen sichtbar wird.
Tosend oder sanft.
Blind drauflos in Emotionen oder klar sich ausbalancierend.
Das Wasser mit seiner Sanftheit, seinem Tanz und seinem Gesang verändert die Welt. Üben wir uns gemeinsam, unser Emotionswasser frei und friedvoll fließen zu lassen!

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